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Wie Frauen das Ingenieurwesen erobern können

Die Forderung nach einer 50:50 Geschlechterverteilung am Arbeitsplatz wird immer lauter. Leider gibt es bestimmte Bereiche, in denen Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. Der MINT-Bereich ist seit Langem eine Männerdomäne: Derzeit sind nur 17% der berufstätigen Ingenieure in Deutschland Frauen – in den USA sind es sogar nur 13%. 

Jungen und Mädchen sind gleich gut in Mathe und auch das Interesse an MINT-Fächern ist gleich. Mädchen machen sogar öfter Abitur und fangen eine akademische Laufbahn an. Warum entscheiden sie sich also nicht für ein Ingenieursstudium?

Einer der Hauptgründe dafür, dass Ingenieurwesen und andere MINT-Fächer für ein Studium erst gar nicht in Betracht gezogen werden, ist die so genannte Bedrohung durch Stereotype. Das Phänomen beschreibt die Angst von Mitgliedern einer Gruppe, in diesem Fall Frauen, ihr Verhalten könne negative Stereotype gegenüber dieser Gruppe bestätigen. Eine Harvard-Studie bestätigt dies: Eine Gruppe wurde in zwei Hälften geteilt und sollte mathematische Aufgaben lösen. Die eine Hälfte wurde gebeten, vorab ihr Geschlecht anzugeben. In dieser Gruppe schnitten Frauen auffällig schlechter ab als die Männer. Die Ergebnisse der anderen Hälfte zeigte keine Auffälligkeiten.

Die Gesellschaft mit ihren Stereotypen hält Frauen nicht nur davon ab, bestimmte Fächer zu studieren oder in den entsprechenden Beruf einzusteigen, negative Arbeitserfahrungen führen zudem dazu, dass 1/3 der Ingenieursabsolventinnen nie in diesem Bereich anfangen oder aussteigen.

Es scheint also, dass sich Frauen – meist unbewusst – diese Studiengänge und Berufe gar nicht zutrauen. Bei reinen Frauengruppen könnte diese Barriere also überwunden werden. Diesen Gedanken greifen Frauenstudiengänge auf. Seit den 90er-Jahren haben sich an sechs Fachhochschulen in Deutschland Studiengänge des MINT-Bereichs speziell für Frauen etabliert. Diese schaffen ein Umfeld ohne Männer, die sonst indirekt dafür sorgen, dass Frauen denken, sie seien für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge nicht geeignet. So können sich Frauen besser konzentrieren und entfalten, ohne sich gegen Vorurteile ihrer männlichen Kommilitonen durchsetzen zu müssen.

Neben Frauenstudiengängen sorgen spezielle Programme, wie Femtec oder "Komm mach MINT.", dafür, dass mehr Frauen in den Hörsälen von MINT-Studiengängen sitzen oder eine Ausbildung in diesem Bereich anfangen. Diese Initiativen begleiten und unterstützen sie während des Studiums. Außerdem haben sie sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen möglichst früh mit dem Bereich zusammenzuführen, sodass eine naturwissenschaftlich-technische Ausbildung oder ein Studium attraktiver wird.

Eine Sache ist es, Frauen für ein MINT-Studium zu begeistern. Eine ganz andere ist es, ein attraktives, für Frauen angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Bislang fehlen diese positiven Signale. TradeMachines hat das themagrafisch aufbereitet. Schauen Sie sich die Infografik an und finden Sie heraus, an welchen Stellen Mädchen und Frauen auf dem Weg zur Ingenieurin verloren gehen und was getan werden kann, um diese Lücken zu schließen.

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